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Es werde Licht!

Diese Woche hat es in sich. Donnerstag war für Gunnar und mich Großkampftag. Freitag morgen wollten die Verputzer oben mit dem Edelputz anfangen und es waren einige Vorarbeiten zu leisten: Tapezierte Decken streichen, Laminat in Küche und Flur oben verlegen, Sockelleisten befestigen, alles gründlich abkleben und alle Wände mit Grundierung vorstreichen. Und das alles am Donnerstag…

Da Gunnar zu erst die Decken streichen wollte, kam uns zum Laminat legen der Escher zu Hilfe. Laut Gunnar ein alter Hase, was Laminat legen angeht. Schnell stellte sich aber heraus, dass der vermeintliche Profi ein blutiger Anfänger in Sachen Böden war. Escher hatte lediglich einmal beim Laminat legen ausgeholfen. Statt eines Profis gabs also einen Azubi für mich. Ich erklärte ihm kurz das Klicksystem unseres Laminats und schon legte er los. Nach einer halben Stunde übernahm er dann das Kommando und ich musste nur noch nach seinen Anweisungen die Bretter zurecht sägen. Wow. Er meisterte auch den nicht gerade
unkomplizierten Bereich von Küche zum Flur. Hier das Ergebnis von Eschers Hilfe.



Danke nochmal dafür. Einen besseren Lehrling kann man sich nicht wünschen ;-)

Als wir mit dem Befestigen der Sockelleisten begannen, war es schon 16.30 Uhr und die Konzentration ließ echt schon nach. Mit dem Verschnitt, den wir an dem Nachmittag produziert haben, hätte man einen ganzen Raum bestücken können :oops:
Nachdem die Sockelleisten fest waren, gings weiter mit Abkleben. Fußleisten, Türen und Fenster mussten penibel genau abgeklebt werden, Steckdosen und Heizungsanschlüsse ebenfalls. Als das endlich getan war, war es nach 19 Uhr. Und dann mussten noch drei Räume grundiert werden. Hier kam uns Daniel abends noch zu Hilfe, so dass wir um 21 Uhr fertig waren und nach 12 Stunden Baustellenarbeit ohne nennenswerte Pause endlich fertig waren. Puh. Was ein Tag.

Freitag gings es dann morgens direkt weiter. Daniel und Alex fingen an, im Außenflur die Stromleitungen zu legen. Hier war noch nichts gemacht. Und da die gesamte angedachte Installationszone (über der späteren abgehängten Decke) dummerweise aus Beton war, musste improvisiert werden. Also besorgten Gunnar und ich HT-Rohre, die dann von unseren fleißigen Helfern zu Kabelkanälen umfunktioniert wurden. Das ganze war eine doch recht langwierige Angelegenheit, die ich eigentlich mit zwei bis drei Stunden abgeschätzt hatte. Am Ende waren es zwei Tage…. Keine Ahnung wann wir das gemacht hätten. Hier mal die Ecke mit den improvisierten Kabelführungen:



Die andere Seite vom Flur und der Kellerabgang werden besser nicht gezeigt. War wieder so ne Bastelaktion, die man später eh nicht mehr sieht. ;-) Aber es funktioniert alles und ich bin total froh, dass das erledigt ist.

Der Innenputz in drei Räumen oben wurde auch gemacht:



Der Putz trocknet jetzt, wird dabei weiß und die Wände sind fertig. Nichtmal mehr streichen muss man sie. Der ca. 2mm dicke Putz ersetzt die Tapete. Hier ein Bild von der feinen Struktur des Putzes:



Freitag wurden auch die Maler mit dem Außenanstrich soweit fertig. Unser Haus ist jetzt endlich hübsch! Jedenfalls finden WIR das. Ich persönlich bin total froh mit unserer Farbe. Hier mal ein paar Ansichten von außen. Schönere (und schärfere) Bilder gibts dann, wenn das Gerüst weg ist.



Ich finde sieht immernoch aus wie eine Sandburg. Nur eben eine, die in der Sonne getrocknet ist…

Heute war dann nochmal ein sehr aufregender Tag. Daniel arbeitete tapfer und unermüdlich am Außenflur und Keller weiter. Er bastelte sogar selber eine Gehrungslade für einen Kabelkanal, weil unsere Gehrungssäge kein Plastik mag. Wenn das mal kein Einsatz ist. *Applaus* Ich verbrachte den Vormittag damit, die Lampen der Treppenbeleuchtung zu montieren. Auf kleinsten Raum mussten 5 Wago-Klemmen und viel zu viele Adern verstaut werden…. Aber irgendwie hats geklappt:



Diese Montage setze ich auf Platz 1 der Scheißarbeiten am Bau. Noch vor Putzmatten nageln und Tapeten von der Decke entfernen. Aber aufregend war eine andere Sache. Daniels Bruder Michael kam vorbei und nahm sich unseres Sicherungskastens an. Der Kasten wurde mit neuen Sicherungen bestückt und um FI-Sicherungen ergänzt. Außerdem setzte er direkt den Trafo von der Türsprechanlage ein. Voilà:



Das ist unglaublich toll. Wir haben jetzt Strom. Wow. Ich fuhr auch noch kurz vor Ladenschluss in den Baumarkt und besorgte Lampenfassungen. Und hier das erste Licht in unserem Haus, das NICHT von einer Baulampe kommt:



*freu*. Danke, Michael. Ein großer Meilenstein ist erreicht. Morgen müssen wir dann noch alle offenen Adern mit Klemmen bestücken und dann können wir überall Strom haben, wo wir wollen. Sicherung rein und fertig. So langsam hält tatsächlich die Zivilisation Einkehr in unsem Haus. :-)

Heute habe ich auch noch schnell die Küche gestrichen. In einem suuuper Olivgrün. Kommt leider auf den Bildern nicht so rüber, aber es gibt einen Eindruck:



Außerdem wurde die Satellitenschüssel installiert (ganz wichtig für einen Fernseh-Junkie wie mich) und noch Leitungen im Wohnzimmer verlegt. Ja, eigentlich sollten doch alle Schlitze lang zu sein. Aber irgendwie war das unserem Heizungsbauer egal, als ihm plötzlich eingefallen ist, dass ja noch eine Leitung vom Partyraum (Heizung) bis zum Wohnzimmer gezogen werden muss. Für den Temperaturfühler der Wandheizung. :evil: Naja, Gunnar nahm sich der Sache an. Das Steuerungskabel der Wohnzimmer-Lüftung musste eh noch unterputz gelegt werden. Und Boxenkabel müssen wir auch noch verlegen. Aber trotzdem… ich hab wirklich oft genug gefragt, ob noch Leitungen fehlen…. Mann, mann, mann. :roll:

Aber so gabs ja wenigstens nochmal was zu stemmen für Gunnar:



Es ist echt Wahnsinn, wie es voran geht. Leider müssen Gunnar und ich ab Montag wieder arbeiten, so dass es leider nicht in diesem Tempo weiter geht. Aber was diese Woche alles geschafft wurde ist echt super. Vielen Dank nochmal an unsere motivierten Helfer, ohne die das definitiv nicht geklappt hätte!

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5 comments to Es werde Licht!

  • Harald

    Hut ab, da habt Ihr ja richtig einen Schritt nach vorne gemacht.
    Das verdrahten der Stufenbeleuchtung ist keine Scheißarbeit sondern etwas für Personen mit kleinen zierlichen Fingern. Wer hat denn solche zarten Finger?
    Daniel hat dafür zum Anfang des Abenteuers “Nappohaus” mal einen Begriff geprägt “P….arbeit” :-)

    Es ist spannend zu sehen, wie Ihr mit dem Hausbau vorankommt und alle Skeptiker eines besseren belehrt.
    Ich bin jedenfalls stolz auf Euch.
    Tschau

    PS: Ich vermisse auf dem Foto aus der Gartenperspektive die tapfere Pflanze, die eimal die Rüstung geentert hatte?

  • Anna

    .. ich hab Wurstfinger und musste beim Verdrahten mit einem Hammer nachhelfen. Also nix Pussiarbeit. ;-)

    Zur Pflanze: Der Nachbar hatte vor Wochen das arme Ding weggeschnitten und innerhalb weniger Tage ist es vertrocknet und vom Gerüst gefallen. Gibt auch Fotos davon, evtl stell ich die mal ein.

    LG

  • Daniel

    Pussyarbeit ist Arbeit, die weder geitigen noch körperlichen Einsatz erfordert sondern hauptsächlich Geduld oder das Erkennen eines latent tieferen Sinns. Blumengießen, Spülen, Bügeln und Tapetenkratzen ist Pussyarbeit. DIE Lampen in DIE Fassungen zu quetschen ist dagegen Quälerei. Dabei noch 5 Wago-Klemmen unterzubekommen und den ganzen Krempel auch noch ordentlich in und an die Wand zu bekommen verdient größten Respekt!

    Also Anna: Respekt! Hast du wahnsinnig gut gemacht!

  • Harald

    @ Daniel,
    och menno, ich stelle die Plackerei überhaupt nicht Frage. Ich habe in meinem Leben oft genug mit solchem Pückerkram zu tun gahabt. Wir hatten damals nur Lüsterklemmen mit gaaanz kleinen niedlichen und (beim Wegfallen) unauffindbaren Madenschrauben. Die Körperposition gibt einem dann den Rest. Man beginnt dann langsam eine persönliche Beziehung zu solchen “Objekten” aufzubauen. welcher Art die dann auch sei lasse ich an dieser Stelle offen.
    Ich hoffe, meine “Gegendarstellung” wird akzeptiert und ich werde nicht aus dem Blog entfernt.:-)
    MfG

  • Daniel

    Zu solchen Arbeiten zählt auch das Über-Kopf-Anschließen von günstigen Leuchtstoffröhrenhalterungen. Der Deckel baumelt einem an der Erdung ständig im Weg rum und sobald man irgendwas auch nur unzärtlich anschaut, verbiegt sich das Blech und will nie wieder passen. Und wenn dann alles fertig ist und man den Starter reinschraubt, dreht sich die Starterfassung aus ihrer Verankerung und geht im Gehäuse auf Wanderschaft. Dann darf man den besagten Deckel wieder aufmachen und das Spiel beginnt von vorne.

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