Kalender

January 2016
M T W T F S S
« Apr    
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

Wenn man Sonntags Langeweile hat...

Letztens war ich Sonntag abends allein zu Hause. Und da Gunnar mich mal dezent darauf hinwies, dass seit langer zeit noch eine Rolle Tapete darauf wartet, endlich an die Wand gebracht zu werden, holte mich dann doch das schlechte Gewissen ein. Recherchen ergaben, dass ich diese Tapete bereits vor 1,5 Jahren gekauft hatte, weil ich die UNBEDINGT wollte. Wer sich nicht erinnert: Zurück in die Vergangenheit

Also legte ich los. Jaaaa, ganz allein. Tapezieren. Na gut, war ja nur ein Mini-Stück, aber hey! Dafür mit Muster, also wo man richtig anlegen muss. Das Konstrukt hatte ich ja schon beim Boden des Partyraums verflucht…. :evil:

Dennoch macht ich mich optimistisch ans Werk, und siehe da, ich schaffte es ohne größere Probleme mit einem für einen Amateur recht ansehnlichen Ergebnis:



Und dann war ich von mir selber so beeindruckt, dass ich übermutig wurde. Der Kleister war ja angerührt, Tapete war noch einige übrig, also beschloss ich kurzerhand auch die Schräge unter der Treppe zu Tapezieren. Ca. 3 m. Fängt auf Kniehöhe an, endet oben so, dass ich mit gestreckten Armen noch gut ankomme. Wer aber jemals Decken oder auch nur Dachschrägen tapeziert hat weiß, dass das keine Arbeit für einen allein ist. Während man oben die Tapete andrückt, rutscht sie unten wieder von der Wand und man steht mit ausgestreckten Armen und die Tapete hängt gerade herunter statt an der Schräge zu kleben. Fängt man unten damit an, die Tapete an die Schräge zu drücken, löst sie sich oben, so dass sie auf den Kopf fällt. Bzw. auf den Rücken, weil man ja mehr oder weniger auf dem Boden kniet, um unten die Tapete anzudrücken. Da meine Arme leider keine Spannweite von 3 Metern haben und ich auch nur 2 derselben habe, war dieses ganze Unterfangen zum Scheitern veruteilt.
Eigentlich.
Aber ich habe Ninja-mäßig einfach die mangelnde Anzahl an Gliedmaßen durch rasende Geschwindigkeit kompensiert. :cool: Jaaaa, wenn man schnell genug ist, kann man ganz allein Tapete an Dachschrägen (oder eben unter der Treppe) befestigen:



Dennoch möchte ich keinem Empfehlen, das nachzumachen. Auch an meiner großzügigen Art, den Tapetenkleister zu verteilen (auch an völlig unbeteiligte Wände) kann man sehen, dass alleine tapezieren kein Wattepusten ist. :oops:



Aber ich hatte Glück, der Kleber ist brav getrocknet und nach wenigen Stunden sah es schon wieder besser aus:



(Sonst hätte es Mecker vom Chef gegeben….)

Diesen Sonntag war uns dann wieder langweilig. Und die Sonne schien. Also taten wir etwas, dass auch schon laaange geplant war. Unsere Küchentür bekam einen Anstrich mit Tafellack.

Um uns nicht die Arbeit machen zu müssen, alles abzudecken, haben wir die Tür im Garten aufgebockt, abgeklebt und abgeschliffen. Anschließend trugen wir großzügig den Tafellack auf:



Da wir aber (wie auf der Tafellack-Dose beschrieben) den Lack mit einem Pinsel auftrugen, war es leider nicht zu vermeiden, dass man die Pinselspuren sieht:



Aber macht ja nichts, das nehmen wir eben in unsere Sammlung der individuellen Verarbeitungstechniken auf. Neben dem Verlegemuster “grober Seegang” für PVC gibt eben nun auch die Maltechnik “Holzstruktur” für Lacke.

Und hier die Tür wieder an ihrem Platz mit der neuen Tafelfläche:



Da wir keine Kreide im Haus haben, ist die Tafel noch leer. Aber wir müssen uns eh noch einen hübschen Spruch einfallen lassen. Hier sind übrigens Vorschlage herzlich willkommen. Wobei ich Dinge wie “Wer das liest, ist doof” und “Morgen Müll rausstellen” gerne vermeiden möchte.

Zu guter Letzt gibt noch ein Bild aus unserem Innenhof. Hier hat Herr Van Bommel einen eigenen Platz bekommen und muss jetzt nicht mehr auf dem Boden rumstehen:



Da ist der Herr Van Bommel ganz schön stolz drauf. Und Magnus 2 trägt es mit heroischer Fassung, dass er weiterhin auf dem Boden stehen muss.
Also weiterhin Frieden im Innenhof. Na, was ein Glück… :cool:

Share

Es wird voll im Hof....

Seit dem letzten Beitrag ist einiges passiert. Nachdem wir unsere Zusammengehörigkeit schon durch einen gemeinsamen Hauskredit gefestigt hatten, haben wir letzte Woche die farbverschmierten Arbeitshosen gehen saubere Kleidung getauscht und geheiratet. Hier ein Bild der zufriedenen Bauherren nach der Vermählung:



In den nächsten Wochen werde ich mal von der Hochzeitsorganisation berichten. Und allem was an Planung und Arbeit dazugehört. Dagegen ist sanieren ein Spaziergang :cool:

Aber wieder zum Haus.
Da Gunnars Eltern wegen der Hochzeit zu Besuch kamen, wollten wir wenigsten eine unserer “Machen-wir-irgendwann-mal”-Baustellen noch vorher beseitigen. Also haben wir kurz vor Ankunft der Schwiegereltern in Spe tatsächlich ENDLICH die Abschlussleisten an den Treppenabsatz angebracht:



Ging auch ohne größere Probleme und war in 15 Min erledigt. Inklusive sägen. Hätten wir gewusst, wie unkomplziert das ist, hätten wir das sicherlich schon früher erledigt… *räusper* Bestimmt!

Da Gunnars Familie aus lauter fleißigen Lieschen besteht, passierte während des Hochzeitsbesuchs noch viel mehr. Es fand sich tatsächlich ein Silikon-Experte in Gunnars Familie, der die komplette Treppe UND den Flur UND unsere Fensterbänke mit Silikon bzw. Acryl abschloss:



Ich verbeuge mich tief und ziehe meinen Hut!

Doch damit nicht genug. Gunnars Opa mit fast 80 Jahren packte kräftig an und baute (natürlich mit Unterstützung) eine neue Tür zum Pelletschuppen ein. Vorher war dort eine schwere Massivholztür. Jetzt ist dort eine normale Metalltür. Schlicht, schick und erfüllt seinen Zweck. Hier das fertige Ergebnis:



Auch hier darf der Dank und die virtuelle Verbeugung nicht fehlen!

Wir waren also trotz Heiraterei fleißig. *stolz*. Naja. Ok. Nicht wir. Eher unsere Helferlein…

Schön am Heiraten ist auch, dass man nicht nur alle Menschen um sich hat, die man mag, sondern auch, dass es ganz viele schöne neue Sachen fürs Haus gibt. Die Highlights aus diesen reichlichen Geschenken stehen bzw. liegen jetzt im Innenhof.

1. Ein Olivenbaum. Ein grooooßer Olivenbaum.



Das Kerlchen ist 4m hoch und braucht noch einen Namen. Ich hätte da gerne was portugiesisches… Aus der aktuelle EM-Nationalmanschaft gäbe es da zum Beispiel Raul, Joao oder Fabio.

Aber egal welchen Namen wir dem Guten geben, es wird nicht einfach sein, ihn über den Winter zu bekommen. Wir müssen ihn vor allem von Ottos sterblichen Überresten fernhalten, sonst bekommt der echt Angst….

Die Namenssuche geht übrigens weiter. Aus Niederlage… äh… Niederlande mitgebracht wurde uns dieses tolle Vögelchen:



Bestehend aus einem Hufeisen, Gartengeräten und stabilem Draht wird der Kleine zukünftig bei uns den Regen messen. Auch hier brauchen wir einen Namen. Wenn wir mal auf die holländische Nationalmannschaft schauen, gäbe es hier zum Beispiel Van Bommel, Wesley oder Maarten. Allerdings habe ich mich schon grade während des Schreibens entschieden. Der kleine Kerl wird Van Bommel getauft. Ich finde das passt :-)

Mein persönlicher Favorit unter den Namenslosen im Hof ist jedoch ein selbstgeschnitzter Adler von Daniels vater. (Von ihm kam übrigens auch unser Pflaster im Hof. Also vom Vater. Nicht vom Adler.)



Passend zum heutigen Spiel in deutscher Fankluft.
Hier gehen die Meinungen zum Namen etwas auseinander. Ich hätte gerne einen Kontrast zu seiner imposanten Erscheinung. Sowas wie Igel Renate oder Klein-Lilli. Andere stimmen aber eher für Arthos oder Gonzo. Der Gute hat einen älteren Bruder. Magnus. Evtl sollten wir unseren Holzadler daher Magnus 2 nennen.

Vorschläge sind jederzeit willkommen!

Ansonsten wächst uns gedeit es überall. Hier mal Bilder des wilden Gartens, der ersten Birnenbabys und der erste leicht roten Kirschen:



Auch meinen Kräutern im Hof geht es prächtig:



Und hier nochmal zum Abschluss unsere neue Innenhofausstattung mit dem müden aber glücklichen Bauherrenehepaar:



In Sachen Zaun ist übrigens noch nichts passiert. Aber alles zu seiner Zeit ;-)

Share

Kosmetik für den Innenhof

So. Es sind wieder einmal viele Wochen vergangen seit dem letzten Blogeintrag. Und natürlich haben wir wieder mal gar nicht so viel gemacht. Aber ein bisschen gibts zu erzählen.

Zuerst hatten wir mal die Asbestplatten im Garten entsorgt. Dazu besorgten wir ein “Big Bag”, das bis zu einer Tonne an Gewicht aufnehmen kann. Gunnar machte die Platten ordentlich nass, damit nichts staubt und zerkleinerte die Platten. Anschließend packten wir die Stücke in den großen Sack. Knapp 200kg.
Dummerweise fiel uns erst danach ein, dass wir den Sack ja noch irgendwie zum Auto bringen mussten, um ihn zur Deponie zu transportieren…. Na klasse. Mit Unterstützung von meinem Bruder Stefan, viel körperlicher Gewalt und unsere Schubkarre schafften wir es, den Sack in die Garage zu transportieren und anschließend zur Deponie.

Hier das Ding: Sieht unscheinbar aus, hat uns aber an den Rand der Verzweiflung gebracht:



Die letzten Wochen haben wir uns dann nochmal um den Innenhof gekümmert. Vor 3 Wochen pflanzte ich eine Weigelie in einen Topf. Seit gestern steht das Sträuchchen schon in voller Blüte:



In den großen Topf, in dem Otto den Tod durch erfrieren fand, pflanzten wir einen portugiesischen Lorbeer. Da der Botanische Name des Lorbeers “Prunus haumichblau” lautet, nannten wir ihn Bruno. Ausgesprochen wird er ganz nach Moselfränkischer Art mit P am Anfang. Pruno. Da Bruno vom Wuchs her sehr elegant ist, ja geradezu aristokratisch, brauchte Bruno einen zweiten, angemessenen Namen. Und so tauften wir ihn Bruno Leopold (es ist der hinten in der Ecke):



Mal sehen, wie sich Bruno Leopold so entwickelt….

Außerdem räumte ich mal die Fensterbank des Partyraums auf und stellte (hauptsächlich zum Schutz gegen ständiges Zumüllen der Fensterbank) Holztöpfe mit Kräutern darauf:



Eine weitere Neuerung des Innenhofs ist das Auswechseln von zwei Bodenleuchten-Glühbirnen gegen farbige LEDs. Gunnar steht unheimlich auf farbiges Licht, also schenkte ich ihm zum Geburtstag solche LED-Glühbirnen mit Fernbedienung. Man hat die Auswahl zwischen 16 Farben, außerdem lassen sich Helligkeit und Lichtintensität einstellen. Hier mal Eindrücke des Hofs mit den neuen Birnen. (Bitte das Chaos ignorieren….)




Aber das Beste, was unser Innenhof die letzten Wochen bekommen hat, ist ein langersehnter Wunsch, den wir uns diese Woche erfüllt haben. Ein neuer Grill. Der Weber Q320. Black Line. Yeah….

Hier Bilder beim Aufbau:



Das Kätzchen war natürlich wie immer dabei.

Hier der Grill fertig aufgebaut, mit dem ersten Fleisch und verpackt in der neuen Angeber-Hülle:




Warum der Webergrill? Wir haben festgestellt, dass unser alter Grill mit Lavasteinen und Fettauffangschüssel mit Wasser für uns absolut ungeeignet war. Wenn man einmal vergisst, nach dem Grillen das Wasser auszuschütten, hat man die Sauerei. Und wir haben regelmäßig nach dem Grillen beschlossen, das erst am nächsten Tag zu erledigen und regelmäßig am nächsten Tag natürlich NICHTS gemacht.
Der Webergrill arbeitet ohne Lavasteine und ohne Wasser. Das Fett läuft innen am Gehäuse entlang in eine Aluschale, die ab und zu ausgewechselt werden muss. Die Gusseisernen Grillroste werden vorm Grillen ausgebrannt und abgebürstet. Klappt prima. Der Grill ist einfach nur klasse. Als besonderes Highlight hat er ein Grifflicht, so dass die Grillfläche beleuchtet ist. Für uns optimal, da wir auf der Terasse kein Licht von oben haben und so beim Grillen umständlich mit Taschenlampe hantiert werden musste.

So, aber nun zum Highlight der letzten Wochen, das sogar den Webergrill in den Schatten stellt: Wir haben es nach über einem Jahr, ENDLICH geschafft, den Duschvorhang im Gästezimmer in der vorgesehenen Art und Weise aufzuhängen.

Ich bitte um Applaus und Standing Ovations:



Share