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Wenn Lampen Nerven rauben....

Habe grade gesehen, dass der letzte Blogeintrag bereits 4 Wochen zurückliegt. :shock: Ist mir gar nicht so bewusst gewesen. Mein zweijähriger Neffe würde jetzt sagen: “Anna eieieieieiei”. Ich hoffe, dass sich trotzdem der ein oder andere noch hierhin verirrt.

Jetzt kann ich aber leider noch nichtmal was Spektakuläres berichten. Nur ein wenig vom Garten, von Otto, und von neuen, nervenaufreibenden Lampen..

Fangen wir draußen an.

Zuerstmal: Otto ist umgezogen. Nein, nicht zurück ins warme Südfrankreich (aktuell 16 Grad warm *neid*), sondern vor den Pelletschuppen. Denn dort bekommt Otto ein bisschen Sonne ab und steht trotzdem trocken. Na gut, was heißt Sonne? Für die Nebelgeschädigten: Das ist das runde Ding, was hell macht, aber was man seit Wochen nur als undefinierbaren helleren Fleck am Nebelhimmel wahrnimmt. Hoffen wir für Otto, dass man die Sonne auch mal wieder sieht. Achja, Otto steht jetzt auch auf einem Stück Dämmung. Sogar die gute Resoldämmung. Aber für Ottolein ist nur das Beste gut genug ;-)



In unmittelbarer Nähe von Otto haben wir eine Fliese an der Wand befestigt. Die Fliese gabs für kleines Geld bei den Restposten eines örtlichen Fliesenmarktes. Was man auf dem Bild nicht erkennt: Die Fliese ist irgendwie mit Metall durchsetzt, so dass sie auch metallisch glänzt. Warum wir eine Fliese an die Wand befestigen? Damit das Wasser vom Wasserhahn nicht gegen unseren Putz spritzt und die Farbe dort unansehnlich wird. Das Loch für den Wasserhahn ließ Ex-Mitbewohner Stefan für uns bohren. Passt perfekt. Und als alte Heimwerker-Profis war das Ding in 10 Minuten an der Wand. Jetzt fehlt nur noch der Wasserhahn, da mussten wir erst eine Verlängerung besorgen.



Des Weiteren machte Gunnar die letzten Wochen im Garten, wie er es gerne nennt, Tabularasa. Ich nenne es einfach blinde Zerstörungswut. Er hat alles an Sträuchern weggeschnitten, was nicht weglaufen konnte. Hier Gunnar bei der Arbeit:



Auch mein Flieder an der Mauer und meine Rosen mussten weichen. *heul* Er schnitt alles ab, was nicht Birnbaum oder Kirschbaum war. Einzig mein Flieder vorne beim Pelletschuppen hat er stehen lassen. Na gut, den hab ich von Anfang an verteidigt und trotzdem blieben von drei Bäumchen nur einer übrig. Aber DER bleibt! Muss auch. Haben wir ja sogar drumherum gepflastert. Und mit einer Bodenlampe angeleuchtet ist er auch. Wenn das mal keine Daseinsberechtigung ist….
Hier Bilder von den traurigen Überresten meiner im Frühjahr herrlich blühenden Sträuchern:




Zurück bleibt ein zwar nun übersichtlicher, aber sehr leerer Garten. (Gut, chaotisch ist er immernoch ;-) )



Aber den Salbei hat er stehen lassen. Der wird immer größer. Und man hat das Gefühl je kälter es wird, desto mehr wächst er und desto gesünder sieht er aus:



So, wenden wir uns jetzt dem Inneren des Hauses zu. Hier muss ich mich direkt mal für die unscharfen Bilder entschuldigen. Aber ich vermute meine Kamera gibt langsam ihren Geist auf. Drinnen macht sie einfach keine guten Fotos mehr. Unscharf, falsch fokussiert…. ein Drama ist das. Bei Farben darstellen war sie ja noch nie das Talent… Gut, die Kamera kann ruhig mal kaputt gehen. Die hat in den letzten zwei Jahren soviel tausend Fotos gemacht und hat mich überallhin begleitet…. Ohne sie wäre der Blog nicht das, was er ist ;-)

Aber zum Haus. Erst zu einem neuen Bild im Wohnzimmer. Dieses Bild sahen wir in einem Möbelhaus in Belgien. Wir waren dort, weil Brandopfer Stefan sich ja komplett neu einrichten muss und es dort viele Möbelgeschäfte gibt. Gut, wir stellten schnell fest, dass die preislich alle nicht auf unserem Niveau waren. 3000 Euro für einen Couchtisch hatten wir nicht mal eben da. Aber wir sahen das Bild. Eine Holzcollage mit der stattlichen Größe von 140 x 110. Für 130 Euro. Kann man nix sagen. Trotzdem wollten wir das nicht einfach so kaufen, könnte ja sein, dass es das im Internet billiger gibt. Leider konnten wir trotz moderner Technik in Form von Smartphones nicht mal schnell einen Preisvergleich machen. Wir waren ja leider im Ausland. Also fuhren wir ohne Bild nach Hause.
Der Preisvergleich im Internet ergab, dass es dort nicht unter 200 Euro zu bekommen ist. :shock: Ich schrieb also das Möbelhaus an, ob es möglich wäre das Bild zu schicken. Gegen Vorauskasse. Ich beschrieb das Bild sehr genau. Dennoch bekam ich nach 10 Tagen nur die pauschale Rückmeldung, dass das Versenden nicht möglich sei. :roll: Und dafür warte ich 10 Tage auf eine Antwort…. Gut, später stellte sich heraus, dass ich das falsche Möbelhaus angeschrieben hatte. Wahrscheinlich schickten die einen Azubi 10 Tage lang durch den Laden, um das von mir beschrieben Bild zu suchen. Bis er schließlich aufgab ;-)
Aber wie der Zufall es will, fuhren wir zwei Wochen später für ein Wochenende mit einem Teil der Familie nach Belgien. Und auf dem Weg dahin holten wir das Bild dann ab. Und bekamen es auch noch für 120 Euro. Ohne zu handeln.

Und hier das gute Stück im Wohnzimmer an der Wand:




Ich muss ehrlich sagen, das Bild kommt bei uns nicht ganz so zur Geltung wie es könnte. Das Bild bräuchte einen sehr großen Raum, mit Linoleumboden, Sichtbetondecke, kühlen Designermöbel aus schwarzem Leder, Schiefer und Metall. Aber gut, so einen Schnickschnack haben wir nicht, also hängt das Bild jetzt in unserem gemütlichen (und langsam wirklich vollem :oops: ) Wohnzimmer.

Aufwändigste Anschaffung der letzten Wochen war aber eine Lampe fürs Treppenhaus. Eine quitschbunte, fröhliche Hängelampe im Retrostil. Hier war nicht die Anschaffung das Problem (Schnäppchen im Internet), sondern das Aufhängen. Unser Treppenhaus ist 5 Meter hoch. Also mussten wir aus Leiter und Dämmung ein Gerüst bauen. Klappte ganz gut, man musste aber dennoch über Kopf arbeiten. Gunnar befestigte dann zuerst mal Kabelkanal an der alten Paneelendecke, durch die wir die Kabel zogen. Klappte ganz gut. Alles bestens. Dann baute Gunnar die Leiter um, so dass sie wie ein steiles Spitzdach stand. Ich musste mit auf die Leiter, um die Lampe hochzuhalten beim Anklemmen. Die Befestigung war eine ziemlich fummelige Angelegenheit und das Festhalten der Lampe eine sehr, sehr anstrengende Sache. Leider musste Gunnar die fummelige Arbeit machen, ich die schwere, da ich nicht groß genug bin, um von der Leiter an die Lampe zu kommen. Als wir schon völlig entkräftet waren, stellten wir fest, dass es mit dem aktuellen Leiteraufbau nicht möglich war, die zweite (und damit tragende) Schraube der Lampenbefestigung reinzuschrauben. Man kam einfach nicht dran.

Hier ein Eindruck:



Tja. da standen wir nun. Die Leiter musste umgebaut werden. Ich konnte aber nicht von der Leiter runter, weil ich die Lampe ja festhalten musste. Ende vom Lied war, dass der ganze Kabelkanal wieder runterkam :evil: Naja, so konnten wir die Lampe dann wenigstens auf dem Boden ablegen. Schweres Ding. Das Umbauen der Leiter ging wegen mangelnder Kraft dann auch nur leidlich voran, aber schließlich hatten wir wieder ein Gerüst daraus gebastelt. Ich zwang Gunnar dann noch zu schauen, ob er auch wirklich an alle Schrauben so rankam, dann starteten wir den nächsten Versuch. Ich hätte da schon heulen können, weil mir meine Arme so weh taten. Mit 7 kg ist das Teil nämlich kein Leichtgewicht. Wer mal eine Maß Bier mit ausgestrecktem Arm hat halten sollen, weiß wovon ich spreche. Aber es klappte ganz gut. Wir schraubten die Lampe fest und ließen sie hängen. Anschließend holte ich eine Glühbirne. Wir schraubten sie rein, Sicherung rein, Lichtschalter an und zack! Nix. Gar nix. AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAH.

Ok, bevor wir die Klemmstellen der Lampe überprüften, schaute ich erstmal im Lichtschalter nach, ob ich das Kabel auch ordentlich durchgeklemmt habe. Eher hätte ich nochmal die Wand aufgerissen, als nochmal die Lampe festhalten zu müssen. Aber durchgeklemmt war alles. Also half es nichts, wir mussten die Lampe nochmal abschrauben. Während ich fast heulend die Lampe festhielt und Gunnar die Schrauben löste, folgte ich einer Eingebung und schaute nach, ob die Birne ganz ist. Ich hatte das beim Abschrauben aus der anderen Lampe selbstverständlich bereits getan, aber man hat ja schon Pferde vor Apotheken kotzen sehen. Und tatsächlich. Die Birne war kaputt…. Im Nachhinein hätte ich das Gunnar besser gar nicht gesagt, sondern ihn ein bissl an seinen Klemmstellen rumschrauben lassen sollen und dann heimlich die Birne tauschen sollen. Aber ich bin ja ehrlich und sagte ihm, dass nur die Birne kaputt ist.

Völlig entnervt schraubte er die Lampe nochmal fest. Was aber nicht so einfach war, weil sich der Kabelkanal wieder teilweise löste, die Halterung sich verschoben hatte, die Löcher für die Schrauben plötzlich verschwanden und aufgrund der späten Stunde und des dünnen Nervenkostüms die Schrauben immer wieder herunterfielen. 5 Meter wohlgemerkt. Gunar fand sie aber immer wieder.

Schließlich war es geschafft. Während Gunnar dann völlig entkräftet auf der Couch enspannte, fuhr ich zum Supermarkt und kaufte Glühbirnen und Bier. Was ein Glück, dass die Geschäfte bis 22 Uhr aufhaben…..

Bei einem Bier konnten wir uns dann an der neuen Lampe erfreuen.




Die Leiter steht noch vorsichtshalber. Falls nochmal der Kabelkanal runterkommt. Oder die Lampe. Oder die komplette Decke. Man weiß ja nie. Da heute Nacht aber nichts passiert ist, bin ich optimistisch. ;-)

Kleines Jubiläum am Rande: Heute vor genau einem Jahr sind wir eingezogen.
Seitdem haben sich die Räume mit Möbeln, Bildern, Pflanzen und vor allem Leben gefüllt. Wir fühlen uns sehr wohl. Wir hatten uns bei der ersten Besichtigung in das Haus verliebt und an dem Gefühl hat sich nichts geändert. Es ist immer kuschelig warm und auch Dauergäste scheinen sich hier äußerst wohl zu fühlen. Der Innenhof ist ein Traum und auch der Garten, der immer so schön blüht, ist wunderbar. Natürlich sind wir noch immer nicht fertig. Aber Hausbesitzer wissen: Das wird man nie. Was mich mehr stört als fehlende Silikonfugen und Bodenübergangsleisten: Es gab weder ein Helferfest noch eine richtige Einweihungsparty. :oops: Mindestens das Helferfest wird aber nachgeholt! Ganz, ganz fest versprochen!

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2 comments to Wenn Lampen Nerven rauben….

  • Hallo ihr Zwei, tja der Garten sieht etwas gerupft aus, ein Glück wütet mein Koni nicht im Garten, da würde auch alles abrasiert. Ich muss um jeden Halm kämpfen. Die Weide am Tor und der alte Flieder soll ab. Gut, dass Otto jetzt ein warmes Plätzchen hat, wäre auch schade wenn er erfroren wäre. Ihr habt schon viel geschafft und es wird nie aufhören, grins ich wünsche euch eine schöne Adventszeit , macht es euch besinnlich und gemütlich lieben Gruß Barbara

  • wieso schneidet Gunnar denn alles ab ?
    Denn darf man ja nicht alleine in den Garten lassen. !
    Flieder, wo er doch so schön ist.
    Ich versteh das nicht
    das ist Wahnsinnn hoch 3

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