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Drei Birnen und ein Model

Diese Woche haben wir uns ersteinmal vom Schock des Blower Door Test erholt. Nach langen Telefonaten mit unserem Energieberater und unserer Architektin sind wir jetzt soweit, dass wir zuerst einmal überprüfen, wo die Schwachstellen im Wohnzimmer tatsächlich sind.

Dazu wird unser Fensterbauer uns einen Ventilator ausleihen, mit dem man Über- bzw. Unterdruck erzeugen kann. Dann werden wir im Haus Überdruck erzeugen und eine Nebelmaschine anwerfen. Dadurch kann man sehr gut sehen, wo die Luft hingeht. Das Gerät wir innerhalb der nächsten vier Wochen beim Fensterbauer angeliefert, dann können wir die Messung durchführen.

Mittlerweile habe ich über unseren Bodenaufbau nocheinmal nachgedacht und mir ist noch ein großes Problem aufgefallen. Unter den alten Dielen befindet sich ja ein Hohlraum, der nur mit altem Dreck etc gefüllt ist. Die Außenwand dort, also innerhalb des Hohlraumes ist mit 99%iger Wahrscheinlichkeit unverputzt. Wieso hätten die Besitzer vor 50 Jahren da auch verputzen lassen sollen? Und unverputztes Mauerwerk ist nicht luftdicht. Die Luft verschwindet ungehindert in die Steine. Im Wohnzimmer wäre das dann bei einer Höhe von 20 cm und 20 Metern Außenwand eine unverputzte Fläche von 4m². Da geht schon eine enorme Menge Luft durch, so dass auch ein so schlechter Wert entstehen kann. Problem ist also nicht (nur) der alte Putz nach unten, sondern die unverputzte Außenwand innerhalb des Bodens.

Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, werden wir das Problem wie folgt beheben: Perkett und Trittschalldämmung raus. Dann eine Folie auf die alten Dielen, an den Innenputz luftdicht verklebt, darauf eine Trockenschüttung, um auch endlich einen geraden Boden zu bekommen, darauf dann OSB-Platten oder Trockenestrich. Und darauf dann wieder Parkett. Diese Variante hat den Vorteil, dass die alten Dielen nicht raus müssen, also uns eine Menge Dreck erspart bleibt. Nachteil ist, dass wir so ca. zwei bis drei cm an Höhe verlieren. Was wiederum bedeutet, dass die Wohnzimmertür nocheinmal abgesägt werden muss und die Türzarge gekürzt werden muss. Aber in sowas haben wir ja Übung ;-)

Bis aber die Überdruckmessung gemacht werden kann, habe ich mir die Zeit damit vertrieben, einige kleinere Leckagen schonmal abzudichten:



Zwar waren das nicht die großen Schwachstellen, aber Schwachstelle ist Schwachstelle. Und sollte weg. Denn Kleinvieh macht auch Mist.

Apropos Kleinvieh. Ich habe nocheinmal unseren Birnbaum inspiziert. Wie bereits mal erwähnt, ruht der ja dieses Jahr. Das heißt, er trägt einfach mal keine Birnen. Keine Birnen? Ha! Weit gefehlt. Bei unserer Begutachtung fanden wir unglaubliche drei Birnen! Jawohl. Drei Stück. Reicht nicht für einen Kuchen. Und auch nicht für Schnaps. Aber egal. Hier Bilder der drei Helden:



Ok, besonders die letzte muss man suchen. Die hat Gunnar mit seinen Adleraugen entdeckt.

Gestern waren wir dann nochmal bei einer EHL-Ausstellung für das Pflaster unseres Innenhofs, ausgerüstet mit einem Muster unserer Fassadenfarbe. Das Muster entwickelte sich als wahres Model und ließ sich begeistert vor verschiedenen Steinmustern fotografieren, mal lässig an einer Wand lehnend, mal sich auf dem Boden räkelnd…




Auch ein Foto mit dem Star der Ausstellung ließ sich unser Muster nicht nehmen. Hier ein Bild mit den EHL-Bahnschwellen:



Es handelt sich hier um Steine, die wirklich faszinierend echt nach alten Holz-Bahnschwellen aussehen. Für unseren Innenhof leider zu rustikal und vor allem zu teuer. Schade.

Jedenfalls einigten wir uns auf Cavarino. Das war Gunnars Wahl von Anfang an. In der Ausstellung lagen die mal in einer etwas ausgeblichenen Variante und ich muss sagen, so gefallen sie mir noch besser. Ganz so ausgeblichen wie es auf den Bildern aussieht, waren die Steine aber nicht:


Das von mir favorisierte Casetta sah in der Fläche rötlicher aus als ich dachte und wirkte neben unserem Muster noch rötlicher. Das Cavarino sah einfach besser aus. Und ist auch das günstigere. Die Lampen für den Hof sind auch schon fast ausgesucht. Auf jeden Fall haben wir konkrete Vorstellungen. Es wird also.

So, und zu guter Letzt noch eine Frage an die floristisch versierten Blogleser: Um welche Pflanze handelt es sich hier:


Zu gewinnen gibt es ein kleines Stück unserer drei Birnen. Abzuholen im Herbst…. :cool:

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6 comments to Drei Birnen und ein Model

  • Harald

    Hallo,
    eine Nebelmaschine ist wohl der richtige Weg in zwei Richtungen. Einmal um den Blowerdoor Test zu bestehen. Den zweiten Weg sehe ich in Richtung Partyraum. Disconebel, eine Discokugel plus ein paar Spots und der Partyraum erhält einen ganz anderen Charme. :-)
    Zum “Pflanzenrätsel” kann ich leider keine Aussage machen, da mir die römische, mittelmeeähnliche Flora als Nordlicht nicht so geläufig ist. Bei Anfragen zu Moos, Flechten aus der Klimazone “permanent Frostboden” bin ich aussagefähiger.
    Bei der Vergabe von Claims an den drei Birnen würde ich noch warten. Kleine grüne Fruchtansätze fallen gerne bei Starkregen in Verbindung heftigen Böen gerne vor dem Reifepunktvom Baum.

    Tschau Ihr beiden und noch einen schönen Sonntag.
    LG Harald

  • Daniel

    Achtung mit handelsüblichen Nebelmaschinen aus dem Event-Bereich! Bei einer Komplett-Einneblung setzt sich der Nebel als schmieriger Ölfilm auf das gesamte Inventar.
    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Ne riesen Sauerei! Also lieber einen Profi-Blowerdoor-Nebler benutzen bzw gezielt und wohldosiert einsetzen.

    Cavarino! Schön. Passt bestimmt gut in euren sonnigen Innenhof!

  • Anna

    @Harald:
    Die Birnen stehen unter meinem persönlichen Schutz….

    @Daniel:
    Wir haben leider keine Möglichkeit was anderes zu besorgen als eine “handelsübliche Nebelmaschine aus dem Eventbereich” :-(

  • Warum bohrst du die alten Dielen nicht einfach nur an und füllst den Zwischenraum mit einer Dämmung. Es gibt z.b. Dämmung aus Cellulose die eingeblasen wird.

  • Kommando zurück ….. dir geht es nicht um die Dämmung sondern um die Zugluft .. da bin ich mir nicht sicher ob das mit einer Dämmung die eingeblasen wird gelöst werden kann.

  • Anna

    Hallo Klaus,

    ja, genau das ist das Problem. Dämmung ist nicht luftdicht. Und hier gehts rein um die Luftdichtheit. Die Cellulose Dämmung haben wir unterm Dach und sind sehr zufrieden, aber wie gesagt, in diesem fall löst das nicht das Problem.

    LG

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