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Auch unterm Dach kann schlechtes Wetter sein.

Gestern wollte ich der Baustelle nur einen kurzen Besuch abstatten. Als ich ankam, sah ich, dass drei Seiten des Hauses bereits armiert sind. Wow. Was ich allerdings nicht sah, war das Telefonkabel, das neu gelegt werden sollte, da das alte überdämmt wurde. Ein Teil des ursprünglichen Kabelweges war schon armiert, der restliche Weg frisch mit Dämmplatten versehen. Und das Kabel lag unangetastet im Haus. :shock: Dabei war Gunnar morgens noch auf der Baustelle und hat den Verputzern genau gesagt, wie das Kabel zu verlegen ist. Und in der Dämmung am Giebel war doch auch schon ein Schlitz gemacht…

Nach anfänglicher Aufregung und einem Telefonat beruhigte mich Gunnar. Die Verputzer hätten den Weg des Kabels freigelassen. Bei genauerem Hinsehen war es tatsächlich so. Die Armierung endete an der einen Giebelseite ca. 50cm über dem Boden. Wir könnten das Kabel da zwischen Sockeldämmung und Wanddämmung hinter den Dübeln vorbei quetschen. Aha. Was so einfach klingt, dauerte zu dritt (!) ne gute halbe Stunde, kostete viele Nerven und ne Menge Kraft. Ein Glück, dass Daniel zufällig durch Schweich gefahren ist, und “der Baustelle einen kurzen Besuch statten” wollte. Naja, für den restlichen Weg der Telefonleitung schlitzten wir dann die frische Dämmung ein. Das ging recht schnell. Und ENDLICH habe ich nun mein Telefonkabel vom Anschlusskasten bis zur Telefondose… Was lange währt, wird endlich gut. Aber man soll es ja nicht beschreien. Mal sehen, was mit dem Kabel noch so passiert…..

Hier ein paar Impressionen vom Kampf mit dem Kabel:



Ist aber alles gut gegangen. Heute fand ich beide Enden des Kabels wohlbehalten vor:



Aber das war nicht das einzige Ärgernis auf der Baustelle gestern. Freudig stellte ich fest, dass die Dachdecker ein zweites Fenster eingebaut hatten, das für mehr Licht sorgen sollte. Tut es auch. Und in dem lichtdurchfluteten Dachboden konnte man auch prima erkennen, dass das halbe Dach undicht ist. Ja, das Dach ist noch nicht eingedeckt, und ja, es hat gestern wirklich ordentlich geregnet. Aber bedeutet das, dass es dermaßen aussehen muss?



Es regnete rein. In dicken Tropfen aus den unterschiedlichsten Stellen. *Platsch* *Platsch* *Platsch*…. überall…. Wenn unsere Regendusche mal so wird wie unser Dach gestern, ist sie ihr Geld wert. Aber eines muss man löblich erwähnen. Es dauerte grade mal ein Telefonat und vielleicht 10 Minuten, da war der Dachdecker auf der Baustelle und brachte eine Folie zum Abdecken mit. Die war mit ca. 2 qm zwar etwas optimistisch dimensioniert, aber immerhin. So schnelle Reaktion ist nicht selbstverständlich. Gut, ein Satz wie “…naja, es ist ja jetzt kein Regen mehr gemeldet” ist vielleicht nicht das, was ich hören wollte, aber heute haben die Dachdecker das Dach (hoffentlich) abgedichtet. Und wenn es erstmal gedeckt ist, gibt’s ja eh keine Probleme mehr. Und bei dem tropischen Klima unterm Dach, sollten unsere (krachneuen) Bodenplatten schnell abtrocknen. Nur die Flockdämmung muss jetzt warten, bis die Folie untendrunter wieder vollständig trocken ist. Aber die Dämmung war eh frühestens nächste Woche geplant.

Die andere Seite des Daches wurde heute fertig eingedeckt, und das Eindecken der Südseite wurde auch schon begonnen:



Die Verputzer haben heute die Nordseite des Hauses, also Richtung Innenhof und teilweise die Mauer Richtung Garten gedämmt:



Aber der Innenhof sieht aus……………..



Und weils so schön ist, noch ein Bild von der frisch armierten Front:



Armiert heißt übrigens, dass so eine Gewebematte angebracht wird und eine erste ganz dünne Schicht Putz. Damit es später keine Risse im Putz gibt. Oder so.
Ansonsten haben wir heute entschieden, was wir mit dem Flur ohne Boden machen. Es wird noch ein Stück ausgeschachtet und einfach Beton reingegossen. Der muss dann zwei Wochen trocknen. Anschließend kommt der ursprünglich geplante Aufbau darauf aus Dämmung und Holzkonstruktion. Unser komplizierter Boden im Erdgeschoss besteht übrigens aus 5 verschiedenen Varianten von Aufbauten. Und 4 dieser Aufbauten sollen am Ende eine durchgehend geflieste Fläche darstellen. Und es werden 3 verschieden Unternehmen daran arbeiten: Ein Estrichleger, ein Zimmermann und ein Passivhausexperte. Eine Fläche macht der Estrichleger allein, eine macht der Zimmermann allein, eine teilen sich Estrichleger und Zimmermann, zwei Flächen macht der Passivhausexperte. Ich bin ehrlich gespannt… :roll:

Morgen soll die Solaranlage aufs Dach. Da freu ich mich schon drauf! Außerdem gehts morgen ins Küchenstudio. Da wurde heute im Laufe des Tages das Aufmaß gemacht und morgen wird die Planung festgezurrt und die Küche bestellt. :-)

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3 comments to Auch unterm Dach kann schlechtes Wetter sein.

  • Harald

    zum Thema Küche eine kurze Frage: Die DHZ wird als Umlufthaube geplant oder wird sie als Abluft in die Lüftungsanlage mit eingebunden ?

    man hat ja fast den Eindruck, als wenn auch die Handwerker Euren Blog lesen.:-)) Nach dem nicht so optimistichen “Pleiten, Pech und Pannen” Beitrag hat sich ja schon etliches getan.

  • Anna

    Umlufthaube. Abluft in eine Lüftungsanlage integrieren, das macht man wohl nicht wegen des Fetts. Dafür ist eine Lüftungsanlage nicht ausgelegt. Zusammen mit der Lüftungsanlage wird aber eine Umlufthaube völlig ausreichend sein.

    Aber ob ein durchtränkter Dachboden und nicht verlegte Telefonkabel optimistischer stimmen lassen? Ich weiß nicht ;-)

  • Michael

    Wer hätte gedacht das es so toll sein kann anderen Leuten beim Häusle baue… -oder renovieren- mitzufiebern? :-) Immer wieder gut!

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