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Eine Sandburg voller Steckdosen

Seit Samstag ist wieder einiges passiert. Am Sonntag haben wir die bereits vorgeschnittenen Sockelleisten befestigt. Dazu nahmen wir einen Super-Power-PE-Kleber. Bei der ersten Leiste stellten wir aber fest, dass der Kleber recht lange braucht zum anziehen. Also kamen wir mal auf die Idee, auf der Packung nachzusehen, wie lange denn eigentlich. Und da stand 30 Minuten! :shock: Macht bei 20 anzuklebenden Sockelleisten ganze 10 Stunden. So könnte man also auch einen Sonntag verbringen. Da ich aber noch besseres vorhatte, entschlossen wir uns, die Leisten zusätzlich zu nageln. Ging nach leichten Anfangsschwierigkeiten auch ganz gut. Nach ca. 2 Stunden gemütlich kleben und nageln waren die Leisten in den beiden Räumen an der Wand.

Montag morgen ging es dann direkt weiter. Decken streichen war angesagt. Die vorgestrichenen Decken wurden nochmal gestrichen, eine Decke noch von alter Tapete befreit (juhuuu…) und die alte Holz-Paneelen-Decke bekam einen neuen Anstrich. Hier Uwe, der uns tapfer zur Seite stand, und Gunnar in Aktion:



Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Und keine Angst, die Dachluke wird noch erneuert:



Ebenfalls am Montag wurden unsere Regenfallrohre endlich montiert. Wobei der Maler sie morgen wahrscheinlich wieder abmontieren wird…. :roll: Naja, mir egal. Hauptsache nochmal ein Schrittchen weiter:



Apropos “fallen”. Gunnar montierte die Heizkörper oben ab und brachte sie vorsorglich in den Keller, damit nichts dran kommt. Auf dem Weg nach unten rutschte er aber aus und knallte mit Rücken und Allerwertestem auf die Kellertreppe. Jetzt ist alles ganz blau. Aber die Heizung hat er beim Sturz tapfer hoch gehalten. Tja, da würde ich mal sagen, da weiß jemand, wie man zu priorisieren hat ;-)

Gestern nachmittag haben wir dann noch die Türzargen der Innentüren unten abgesägt, um das Laminat darunter und nicht drumherum zu legen. Letzteres sieht nämlich blöd aus. Türzargen absägen macht kein Spaß. Aber wir haben was gelernt: Wenn man ausdauernd Holz mit der Flex bearbeitet, kann es anfangen zu kokeln. Dann ist es praktisch, wenn man noch Wasser in der Nähe stehen hat vom Tapeten entfernen…

Heute gabs dann erstmal richtig ätzende Arbeit für Daniel (danke fürs tapfer ertragen!) und Uwe (sowieso danke!). Decken tapezieren. Von allen gefürchtet, von allen verflucht. Sie habens aber knallhart durchgezogen und heute mittag waren die Decken der Räume oben tapeziert:



Gunnar durfte heute nachmittag dann von Hand mit 80er Schleifpapier unsere Wände unten anschleifen. Das war nötig, da der Trocknungsvorgang anfangs zu lange gedauert hat, und sich somit eine Schicht auf der Wand gebildet hat, die die Feuchtigkeit daran hindert auszutreten. Fragt mich nicht, ich hab keine Ahnung von dem Zeug. Auf jedenfall wurden die Wände nach dem Schleifen zusehends heller, teilweise innerhlab von Minuten nahezu weiß. Manche nennen das Chemie, für mich ist es Zauberei ;-)

Die Hauptaufgabe des heutigen Tages war das Anschließen von Steckdosen, Schalter etc. mit Hilfe von Daniel und Alex. Da war es natürlich erstmal eine Herausforderung, die verschwundenen, überputzten Dosen wiederzufinden. Hier mal ein Eindruck davon, wie tief die Dosen durch den vielen Putz (bis zu 7cm dick) auf einmal sitzen:



Jeder hatte da so seine eigene Strategie zum Suchen. Ich hämmerte auf gut Glück einfach pi mal Daumen an die richtige Stelle (ist ja auch MEINE Wand), Alex hingegen versuchte mit Recherche in meiner Bilderdatenbank, Feinwerkzeig und Taschenlampe den verschwundenen Dosen auf die Spur zu kommen und Daniel beschränkte sich einfach auf das Freiklopfen von Dosen, deren Markierungen sichtbar waren. Und freute sich wie ein Schneekönig, als er das letzte Malheur der Verputzer beseitigte:



Zu guter Letzt waren alle Dosen gefunden, kleine Unfälle wieder zugegipst und alle Dosen mit Schaltern und Steckdosen bestückt. Hier ein kleiner Eindruck:



Beim Durchtesten der Schalter und Dosen stellten wir jedoch fest, dass irgendwo im Erdgeschoss ein Kurzschluss sein musste. Richtig. IRGENDWO. Da es dort einen Stromkreis für 4 Räume gibt und dummerweise die Verteilerdosen unter dem dicken Putz verschwunden sind, war dies ein ziemlich dummer Sachverhalt. Wir kontrollierten jeden Schalter, jede Dose, jedes Lampenkabel. Alles in Ordnung. Ich sah uns schon die ganzen Wände aufreißen, weil jemand beim Putzmatten an die Wand nageln ein Kabel getroffen hat…. Was ne Vorstellung :-(

Notgedrungen öffneten wir die erste Verteilerdose (natürlich erst nach suchen, recherchieren und mutig losklopfen). Dort fanden wir aber glücklicherweise direkt den Fehler. Es war die Zuleitung vom Sicherungskasten bis zu dieser ersten Unterverteilung. Die hatte irgendwo einen Kurzschluss. Wieso, weswegen und wo, wissen wir nicht. Aber egal. Das war eine gute Nachricht, da das hieß, dass keine weiteren Verteilerdosen gesucht werden mussten. Die Zuleitung wurde dann von Daniel und Gunnar in einem vorbildlichen Noteinsatz innerhalb 15 Minuten neu gezogen. Wow.

Hier der Übeltäter. Wir tauften sie Medusa Medosa.



Morgen wird weiter Laminat gelegt. Und der Maler soll kommen und unser Haus wieder hübsch machen. Wobei Alex sagte, unser Haus sieht aus wie eine riesige Sandburg. Und wer will nicht in einer riesigen Sandburg wohnen…?

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1 comment to Eine Sandburg voller Steckdosen

  • Harald

    Boa, bei solche Putzstärken retten Dich auch keine Putzdeckel mehr. Der einzige, allerdings große Vorteil ist, die Dosen bleiben sauber. Einen anderen Vorteil bei solchen Putzdicken sehe ich bei der Fussbodenverlegung. 7cm Putz auf jede Wand, also 7×4 Wände sind 28cm weniger Grundfläche/ Deckenfläche (beim streichen zu bemerken) oder so ähnlich (hab gerade meine Formelsammlung nicht zur Hand) :-)
    Die vergessene Deckentapete ist mir ein Rätsel. Das lag doch nicht etwa am Fiez oder der “Ernennungstigarre” Viele Grüße an Uwe.
    tschau Harald

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