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Das Bad oben

Da wir weder letzte Woche noch am Wochenende fleißig waren, gibts heute nochmal einen Rückblick. Diesmal schauen wir mal dem Bad oben zu, wie es sich verwandelt hat. Hier war die grundsätzliche Aufteilung eine recht schwere Geburt. Der Raum war ca. 3mx1,8m. Es war Waschbecken, Toilette und Badewanne darin.



Mein Plan war, dass eine Badewanne auch in Zukunft drin bleibt, natürlich zusätzlich zur Dusche. Gunnars Plan war, dass Toilette und Dusche vom restlichen Bad als sowas wie eine abgeschlossene Nasszelle abgetrennt werden. Am besten erhöht auf einer Art Podest. So. Und das auf etwas über 5 Quadratmeter. Wir brauchten also mehr Platz. Glücklicherweise grenzte das Bad außen an eine Art Nische, die wir auch zum Innenbereich machen konnten. Dafür musste ein kleines Dach abgerissen werden, durch einen Betonboden ersetzt und eine Mauer hochgezogen werden. Mir war das zuviel Aufwand, Gunnar wollte es aber unbedingt. Da mehr Platz Voraussetzung für eine Badewanne oben war, stimmte ich zu. Wir gewannen so fast 2qm und mit dem neuen Grundriss schob ich Badeinrichtungen auf dem Papier hin und her:



Am Ende wurde meine Badewanne gestrichen. :-( Aber Gunnars Abtrennungs-Plan auch! Dafür gabs aber eine große, geräumige Dusche. Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass Gunnar sich in diesem Punkt (Dusche statt Badewanne) durchgesetzt hat. Da ist der Mann doch ab und an für was zu gebrauchen :cool: Nächster Schritt war das Aussuchen der Fliesen. Prinzipiell war klar, dass wir auf dem Boden graue Fliesen in Schieferoptik wollten und die Wände schön hell. Wir gingen in verschiedene Fliesenausstellungen. Am Ende kamen dann die dunkelgrauen Schieferfliesen an die Wand und auf dem Boden (man mag es nicht glauben) Holzoptikfliesen. Aber die sahen in der Ausstellung auch wirklich so verdammt gut aus! Die anfängliche Begeisterung verschwand etwas als wir das Angebot bekamen für Fliesen und Verlegung. Wow. Fliesen sind ja schon nicht günstig. Aber verlegen lassen ist noch viel schlimmer…. Aber gut, hilft ja nichts. Nachdem die Kalkulation diesbezüglich angepasst wurde (“Ach, dann nehmen wir halt noch ein bisschen beim Budget fürs Parkett weg, da finden wir schon ein Schnäppchen…”), konnten wir uns auf die hübschen Fliesen freuen.
Aber vorher war noch eine Menge zu tun.

Nachdem die Fliesen abgeschlagen wurden, kam der Anbau. Erst wurde die Mauer eingerissen:



Eine Sache, die vor Symbolik fast platzte aufgrund Gunnars und meiner gesamtdeutschen Beziehung ;-) Anschließend kam der Abriss des kleines Daches über der Kellertreppe. Ein Kraftakt, der von Daniel und Danny, unserem Retter in allen Bau-Lebenslagen, spontan unterstützt wurde. Und dann musste ein neuer Boden rein. Dazu wurde erst an den Seiten Mauer weggestemmt, dann (wahrscheinlich viel zu viele) Stahlstreben platziert, mit Holzbrettern verschalt und unfassbar schwerer Beton hochgetragen, und in den zukünftigen Boden gefüllt. Was ne Plackerei:



Als nächstes wurde dann die neue Mauer hochgezogen. Mit einem Fenster, das möglichst groß ist, aber so platziert, dass man nicht reinschauen kann. Wir mögen nämlich kein Milchglas. Gut, wäre es nach Gunnar gegangen, wäre dort statt einer Mauer eine große Glasfront hingekommen. Mit Spiegelglas. Aber so herum eingesetzt, dass es von Innen ein Spiegel ist und von Außen durchsichtig, und Milchglas dann höchstens nur in Kopfhöhe……. *räusper* Öhm. Ja. Gut, dass diesmal ICH mich durchgesetzt habe ;-)

Hier das Bad mit fertigem Anbau-Rohbau in der Vorher-Nachher-Ansicht.



Jetzt konnte dann also Heizung und Sanitär kommen. Der Heizungsbauer sagte uns, dass heute grundsätzlich alles mit Vorwänden gemacht wird, da bei horizontalen Schlitzen sonst die Statik des Hauses beeiträchtigt wird. Jaja, besonders bei 60cm dicken Bruchsteinwänden sind 5cm dicke Schlitze hochgefährlich. ;-) Aber egal. Also Vorwandinstallation. Wir legten noch fest, wo Toilette, Wäscheschacht und Waschbecken hinkommen und die Arbeiten konnten beginnen. Achja, Wäscheschacht. Auch ein Herzenswunsch von Gunnar. Anfang hielt ich den für unnützer Tinnef, mittlerweile liebe ich ihn. Interessant ist auch die Tatsache, dass die Leute bei einer Lüftungsanlage, die Tausende von Euros verschlingt, nur mit den Schultern zucken und sagen “Aha”. Aber bei einem blöden KG-Rohr mit 40cm Durchmesser, das durch den Boden durchgeht und über der Waschmaschine endet (Kostenpunkt ca. 200 Euro), da verfallen sie in Begeisterungsstürme… Banausen ;-)

Hier mal die Sanitär-Rohinstallation:



Abschließend konnten wir die doch recht unkomplizierte Elektroverteilung vornehmen, die teilweise auch praktischerweise in der Vorwand verschwand. Außerdem wurde der Putz im Bad komplett erneuert:




Langsam machten wir uns auch Gedanken über die Sanitäreinrichtung. Der Heizungsbauer war so nett uns einige Prospekte dazulassen. Wir stellten schnell fest, dass unser Budget für die komplette Einrichtung von zwei Bädern schon beim Kauf EINES Waschtisches im mittleren Preissegment ausgeschöpft wäre. Aha. Gunnar wollte gerne eine Regendusche haben. Naja, dann hab ich mich da halt widerwillig überreden lassen… ;-) Neben der Dusche kam dann auch die Toiletten und die Badewanne für unten vom Heizungsbauer. Waschtische waren dort einfach zu teuer. Nach einigen ermüdenden Fahrten in diverse Sanitäts- und Möbelhäuser stellten wir fest, dass Waschtische prinzipiell entweder hässlich oder teuer sind. Nur IKEA bot ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis.

Nachdem die Rohinstallation fertiggestellt war und die alles Verputzt war, konnte der Fliesenleger kommen. Vorher waren aber einige andere Arbeiten im Haus zu erledigen, so dass es auch schon Oktober (?) war als der Fliesenleger kam. Seine Aufgabe war es auch, den Estrich in der Dusche herzustellen. Dazu gehörte auch die Abflussrinne. Hier gabs einige Unstimmigkeiten zwischen Heizungsbauer (von ihm kam die Rinne), Fliesenleger und uns was die Position der Rinne anging. Nach einigem Hin und Her war die Rinne aber am richtigen Platz und ordentlich im Estrich eingegossen. Die Fliesen konnten kommen. Bis zuletzt waren wir unsicher, ob unsere Auswahl gut war. In einem kleinen Bad dunkelgraue Fliesen an die Wand zu machen ist schon mutig. Aber schon als die ersten Fliesen lagen, war uns klar, dass die Entscheidung goldrichtig war. Langsam wurde aus der ewigen Baustelle ein Badezimmer:




Nachdem gefliest war, wurden die Lampen in der Dusche und über der zukünftigen Spiegelwand befestigt. Das kostete einen ganzen Tag und unfassbar viele Nerven von Daniel und mir… Aber auch das war schließlich geschafft:



Und Gunnar übte schonmal, ob das Licht zum Lesen auf der Toilette ausreichte:



Es gab wohl nichts zu beanstanden, die Sanitärobjekte konnten also kommen. Highlight ist hier natürlich die Regendusche:



Kurze Zeit später besorgten wir im IKEA den Waschtisch, den Daniel dann anschloss. Danny machte kurze Qualitätskontrolle, befand die Laieninstallation für gut und fertig war die wichtigste Badeinrichtung.
Noch vorm Einzug wurde dann der Wäscheschacht mit einem überdimensionalen (und sauteurem :evil: ) Wäschekorb getarnt und ein Regal für die Handtücher angebracht.



Anschließend kam noch der Glaser. Er brachte die Glasabtrennung der Dusche und den riesigen Spiegel. Während der Spiegel unheimlich gut sauberzuhalten ist, ist eine Glasscheibe, bei der das Tageslicht von hinten kommt bei kalkhaltigem Wasser echt kein Spaß. Aber ok, da müssen wir durch. Hier jedenfalls das fertige Bad in der Vorher-Nachher-Ansicht. Ja, es ist die gleiche Perspektive….



Was uns besonders gut gefällt? Die Regendusche und dass man unseren Wäscheschacht gar nicht als solchen identifiziert :-)

Und hier nochmal der Director’s Cut des Bad-Umbaus mit vielen unveröffentlichten Bildern:



Bad – MyVideo

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3 comments to Das Bad oben

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